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Gemeinderat Sternenberg 10/ 2008::
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Berichte
Der Gemeinderat Sternenberg informiert:
Jahresrückblick 2008
In Sternenberg startete das Jahr mit der Zukunftswerkstatt: An insgesamt sechs erfreulich gut besuchten Anlässen haben Gemeinderat und Bevölkerung für die weitere Entwicklung der Gemeinde die fünf Leit¬sterne "Sternenberg - puur Natur", "Sternenberg - die Wasserquelle", "Sternenberg wird CO2-neutral", "Sternenberg - unser Dorf" und "Sternenberg - hat Zukunft" erar¬beitet. Zur Umsetzung der in den Leitsternen definierten Ziele hat der Gemeinderat an seiner Klausursitzung einen Masterplan festgesetzt. Für die Mittelbeschaffung zur Finanzierung von Projekten die nicht dem allgemeinen Steuerhaushalt belastet werden können, wird die Möglichkeit zur Schaffung einer Stiftung oder eines vergleichbaren Gefässes geprüft. Der Gemeinderat hat dazu einen Fachmann beigezogen, der vier mögliche Varianten (Stiftung, Förderverein, Genossenschaft und privatrechtliche Verträge) mit allen Vor- und Nachteilen gegenüber einer in der Gemeinderechung integrierten Sonderrechnung vorgestellt hat. Ein abschliessender Entscheid zum weiteren Vorgehen steht noch aus.
Im zu Ende gehenden Jahr sind die Stimmberechtigten der Politischen Gemeinde zu zwei Gemeindeversammlungen einberufen worden, an denen insgesamt zehn Geschäfte abgewickelt worden sind. Nebst den Abnahmen der Jahresrechnung 2007 mit einem Ausgabenüberschuss von knapp 82'000 Franken und dem Voranschlag 2009 mit der Festsetzung des Steuerfusses auf unverändert 62 % sind diverse Kredite für Gewässer- und Strassenunterhaltsprojekte sowie die Ersatzbeschaffung des Feuerwehrfahrzeuges abgerechnet worden. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden Turbenthal, Wila und Zell im jugendpolitischen Konzept mittleres Tösstal ist beendet und der entsprechende Vertrag mit dem Verein für Jugendarbeit mittleres Tösstal nach vierjähriger Laufzeit aufgelöst worden. Der Gemeinderat möchte in jedem Fall aber auch künftig in irgendeiner Form Jugendarbeit betreiben und würde diese bei Bedarf auch finanziell unterstützen.
Der Gemeinderat hat sich dreizehn Mal zur Beratung und Beschlussfassung von insgesamt 142 Geschäften zu Sitzungen getroffen. Über die gefällten Entscheide ist in neun Verhandlungsberichten jeweils aktuell berichtet worden; unter vielem anderen sind elf Baubewilligungen erteilt worden.
Zur Komplettierung der kommunalen Behörden sind für die Schulpflege zwei Mal Erneuerungswahlen im Stillen Verfahren durchgeführt worden: Andrea Ammann ersetzt die Aktuarin Karin Wagner, welche mit ihrer Familie aus der Gemeinde weggezogen ist und Peter Odermatt hat das Präsidium an Thomas Wegmüller übergeben, verbleibt aber als Mitglied in der Schulpflege.
Der Zürcher Regierungsrat strebt für den Flughafen Zürich im laufenden SIL-Verfahren (Sachplan Infrastruktur Luftfahrt) eine Betriebsregelung an, welche die Städte und Gemeinden im Süden - zu Lasten der übrigen Regionen - weitestgehend von Fluglärm verschonen und dem Flughafen einen grossen Wachstumsspielraum gewähr¬leisten soll. Die 86 in der Region Ost zusammengeschlossenen Städte und Gemeinden, zu denen auch Sternenberg gehört, nehmen dieses Vorhaben nicht hin und haben eine revi¬dierte Charta 2008 verabschiedet. Die Region Ost bekennt sich darin zum Flughafen, da dieser sowohl für den Kanton Zürich als auch für die ganze Schweiz von volkswirtschaftlicher Bedeutung ist.
Die Charta 2008 verlangt die weitgehende Rückkehr zu einem Flugregime mit Landungen aus Norden und lehnt eine Fluglärmkonzentration im Osten vehement ab. Neu in die Charta aufgenommen worden ist die Forderung, auf die Veränderung von Lage und Länge der Pis¬ten sowie auf einen Pistenneubau zu verzichten. Nur die Anbindung des Flugbetriebs an das heutige Pistensystem stellt sicher, dass die Entwicklung des Flughafens Zürich auf die ge-wachsene Siedlungsstruktur Rücksicht nimmt und die Lärmbelastung für die Bevölkerung auch langfristig vorhersehbar bleibt.
Durch den Gemeinderat sind diverse bauliche Aktivitäten an eigenen Gebäuden und Anlagen ausgelöst und umgesetzt worden. In der Wasserversorgung sind die Druckbrecher Goggelsböl und Schürli erneuert bzw. ersetzt worden. Das Feuerwehrlokal Rossweid ist mit neuen Falttoren ausgerüstet worden und in den Liegenschaften Gfell, Buech und Zelg sind verschiedene Unterhalts- und Renovationsarbeiten ausgeführt worden.
Neu geregelt hat der Gemeinderat die Durchführung der Zusatzleistungen zur AHV und IV; die Auslagerung dieses Spezialgebietes an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich zur gesamthaften Abwicklung hat sich in diesem ersten Jahr bewährt. Neu ab dem kommenden Jahr wird auch die Lebensmittelkontrolle von einer kantonalen Stelle durchgeführt: Das Kantonale Labor Zürich löst die seit 1997 bestehende Organisation Lebensmittelkontrolle mittleres Tösstal ab.
An seiner letzten Sitzung im Jahr 2008 hat der Gemeinderat:
- der Zürcher Oberland Media AG die Bewilligung erteilt, für die Gratis-Wochenzeitung "regio.ch" im Bushüsli beim Kirchenparkplatz eine Zeitungsbox zu platzieren
- in Zusammenarbeit mit der Verkehrstechnischen Abteilung der Kantonspolizei Zürich eine Änderung der Signalisation an der Schürlistrasse beschlossen. Neu wird dort eine Sackgasse für Sattelmotorfahrzeuge und Anhängerzüge signalisiert. Die jüngsten Erfahrungen haben gezeigt, dass einzelne Lastwagenchauffeure, trotz der ausgeschilderten Route für derartige Fahrzeuge, die steile Schürlistrasse befahren und in der Folge in den engen Kurven stecken bleiben.
- die Besoldungen und Entschädigungen mit Wirkung ab dem 01.01.2009 um 1,7 % angehoben und so der aufgelaufenen Teuerung angepasst; der Gemeindestundenlohn für einfache Arbeiten beträgt neu 25.50 Franken pro Stunde
- die Abrechnung über das recht gut besuchte Konzert mit der Hackbrettgruppe "Anderscht" genehmigt und die gewährte Defizitgarantie im benötigten Umfang von 1200 Franken ausgelöst
- erfreut zur Kenntnis genommen, dass die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich die eingereichte Abrechnung über den Einbau von Falttoren im Feuerwehrlokal Rossweid vollumfänglich akzeptiert und den zugesicherten Beitrag von rund 4000 Franken auszahlt
Ausblick auf 2009
Die in der Zukunftswerkstatt erarbeiteten Grundlagen sollen gepflegt und einzelne Ideen vorangetrieben werden. Die bereits anlässlich der Zukunftswerkstatt erstmals geäusserte und von Gemeindepräsidentin Sabine Sieber an der Dezember-Gemeindeversammlung bestätigte Absicht, den als "ein offenes Ohr" betitelten Anlass regelmässig zu wiederholen, hat sich im Budget 2009 niedergeschlagen. Der Gemeindrat beabsichtigt, mit der Sternenberger Wohnbevölkerung weiterhin in einem offenen Dialog zu bleiben. Dazu wird die interessierte Bevölkerung im Verlauf des Jahres zum einem "Café-Anlass" eingeladen. Eine detaillierte Einladung wird zum gegebenen Zeitpunkt in alle Haushaltungen verteilt. Der Gemeinderat freut sich schon jetzt auf einen angeregten und fruchtbaren Austausch von Informationen, Wünschen, Vorstellungen und Ideen.
Für das neue Jahr wünscht der Gemeinderat allen Sternenbergerinnen und Sternenbergern viel Erfolg, gute Gesundheit und Zufriedenheit.
Sternenberg, Dezember 2008-rg
Stefan Rüegg, Gemeindeschreiber
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