::Verhandlungsbericht Gemeinderat Sternenberg 10 / 11 / 12 / 2006::

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Der Gemeinderat Sternenberg informiert

Werkgebühren 2007 für Wasser, Abwasser und Abfall
Mit Blick auf die kommenden umfangreichen Investitionen für die Erneuerung der Infrastrukturen der neu als Zweckverband organisierten Gruppenwasserversorgung Tösstal, GWVT, sowie des gemeindeinternen Verteilnetzes der Wasserversorgung hat der Gemeinderat die Gebühren für den Frischwasserbezug neu festgesetzt. Verschiedene Tarifberechnungsmodelle haben gezeigt, dass mit einer markanten Erhöhung der Tarife zu Beginn grosser Investitionen deren mittel- und langfristige Entwicklung positiv beeinflusst wird. Der Wasserpreis nach Abschluss der projektierten baulichen Erneuerungen kann so letztendlich tiefer angesetzt werden, als wenn Tariferhöhungen erst mit Verzögerung und während grossen Investitionen erfolgen würden. Auf Grund des geltenden Tarifreglementes hat der Gemeinderat die Grundgebühr pro Wasseruhr um siebzig Franken erhöht und neu auf 270 Franken festgesetzt. Der Wasserverbrauch wird neu mit fünf Franken pro eintausend Liter Frischwasser in Rechnung gestellt. Das Sternenberger Leitungswasser stammt aus dem Grundwasserpumpwerk Tannau und ist von sehr guter Qualität; der Nitratgehalt liegt nach Angaben des kantonalen Labors bei 6 bis 7 mg je Liter – der diesbezügliche Toleranzwert liegt bei 40 mg/L. Die Wasserhärte wird mit 25 ° (französische Härtegrade) angegeben. Dieser Wert ist sehr konstant und weist kaum bedeutende Schwankungen auf.

Die Gebühren für Schmutzwasser werden in Abhängigkeit des Frischwasserspreises erhoben. Damit diese betragsmässig auf dem bisherigen Niveau verbleiben, ist der Wert für den prozentualen Zuschlag massiv reduziert und neu auf 135 % festgesetzt worden.

Alle neuen Tarife gelten erstmals für das Kalenderjahr 2007. Basis für die Wasser- und Abwasserrechnung bildet wie bis anhin der effektive Verbrauch in der Zeit zwischen Oktober 2006 und September 2007.

Markant günstiger wird die Abfallentsorgung: Der Preis für Abfallmarken wird um einen Viertel reduziert; ein Bogen mit zwölf Abfallmarken kostet neu achtzehn Franken, was für einen 35-Liter-Haushaltsack einen Stückpreis von Fr. 1.50 ergibt. Bereits gekaufte Gebührenmarken behalten ihre Gültigkeit und können nicht umgetauscht werden.


Personelles
Ernst Staub hat seine nebenamtlichen Tätigkeiten als Abwart der Kadaversammelstelle, der Gemeinschaftsgefrieranlage, der öffentlichen Toilette sowie der Verkehrsinsel Rossweid nach 10-jähriger Tätigkeit aufgegeben. Der Gemeinderat dankt ihm für die zu Gunsten einer breiten Öffentlichkeit erbrachten Dienste und übergibt diese Aufgaben neu an Gemeindearbeiter Peter Schnurrenberger.


Kulturelles
Die Gemeinden Bauma, Fischenthal und Sternenberg organisieren die Vorstellungen des Theaters für den Kanton Zürich traditionellerweise gemeinsam. Als veranstaltende Aufführungsorte wechseln sich Bauma und Fischenthal ab. Das Defizit aus den Vorstellungen geht jeweils zu Lasten der drei beteiligten Gemeinden. Der Gemeinderat Fischenthal organisiert am 9. März 2007 im Restaurant Blume, Fischenthal, eine Aufführung des Stückes "Onkel Wanja", Szenen aus dem Landleben, von Anton Cechov.

Im Weiteren hat der Gemeinderat

  • die Liegenschaften des Finanzvermögens nach den Weisungen der Finanzdirektion neu bewertet und dabei einen Bewertungsgewinn von 508'000 Franken zu Gunsten des Eigenkapitals erzielt
  • die Besoldungen und Entschädigungen per 01.01.2007 um 0,5 % angehoben und damit der aufgelaufenen Teuerung angepasst
  • zu Lasten der landwirtschaftlichen Unterstützungskasse drei Namenaktien der PZB AG erworben
  • dem Verein Tourismusregion "Sunneland-Oberland" für die Neuauflage der Panorama-Wanderkarte einen Beitrag von 800 Franken zugesichert; die Karte wird rechtzeitig zu Beginn der neuen Wandersaison im kommenden Frühjahr erscheinen
  • entschieden, den Bedarf an elektrischer Energie künftig vollumfänglich mit Aquastrom abzudecken, welcher ausschliesslich in Wasserkraftwerken produziert wird
  • Einkaufsgebühren-Nachzahlungen für Wasser- und Abwasseranschlüsse von insgesamt 13'000 Franken verfügt
  • der Beschaffung eines Schlauchverlegeeinsatzes zum vorhandenen Zivilschutzanhänger der Feuerwehr zugestimmt
  • einer Kostenbeteiligung von 4'500 Franken für die Sanierung des Ufers des Steinenbaches im Bereich Wolfen durch die Gemeinde Fischingen zugestimmt
  • für folgende Bauten unter Auflagen die notwendigen Bewilligungen erteilt:
    • Ueli und Esther Etter, Wila; Rück- und Neubau Wohnhaus im Tiefmoos
    • Kathrin Fischbacher, Gfellacker; An- und Umbauten am Wohnhaus
    • Kurt und Rosmarie Miersch, Ziegelhaus; geringfügige Fassadenänderung und Einbau eines Badezimmers
    • Jagdgesellschaft Sternenberg; Installation von zwei Infotafeln zum Thema Jagd und Natur im Gfell bzw. in der Rossweid
    • IG Bogen; Erstellung einer privaten Kleinkläranlage für drei Wohnliegenschaften
    • Bau einer privaten Kanalisationsanschlussleitung für zwei Wohnliegenschaften im Buech bzw. in der Lachenweid

Kleiner Jahresrückblick 2006
Das erste Quartal ist von den Erneuerungswahlen der Gemeindebehörden geprägt worden: Im Gemeinderat hat der selbständig erwerbende Baufachmann Hans Rudolf Schnurrenberger den zurückgetretenen Roland Waldvogel ersetzt. Er hat von seinem Vorgänger die Hochbauabteilung übernommen. Sabine Sieber bleibt als Gemeindepräsidentin weiterhin für die Finanzen zuständig und hat vom zurück getretenen Roland Waldvogel das Ressort Land- und Forstwirtschaft, inklusive öffentliche Gewässer übernommen. Das Gesundheitswesen hat sie dessen Nachfolger Hans Rudolf Schnurrenberger übergeben. Strassenvorstand Roland Graf ist neu Vizepräsident und wie bis anhin verantwortlich für die Sicherheitsabteilung, welche die Bereiche Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz und Militär umfasst. Renate Gloor bleibt Präsidentin der Fürsorge- und Vormundschaftsbehörde und zweite Vizepräsidentin des Gemeinderates. Erwin Herold bleibt für die Ressorts Gemeindeliegenschaften und die Werkabteilung, mit den Bereichen Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung, zuständig.

Im zu Ende gehenden Jahr sind vier Gemeindeversammlungen einberufen worden an denen insgesamt dreizehn Geschäfte abgewickelt worden sind. Das bedeutsamste ist sicherlich die Bildung des Zweckverbandes Gruppenwasserversorgung Tösstal als Nachfolgerin der gleichnamigen einfachen Gesellschaft an der Versammlung vom 29. September. Die gleiche Versammlung stimmte auch dem generellen Erneuerungsprojekt zu, welches den Ersatz eines grossen Teils der vorhandenen Anlagen vorsieht. Auswirkungen auf die künftige Entwicklung Sternenbergs hat auch die Zustimmung zur Erweiterung der Kernzone in der hinteren Rossweid.

Der Gemeinderat hat sich fünfzehn Mal für die Beratung und Beschlussfassung der insgesamt 186 Geschäfte zu Sitzungen getroffen. Mit den gefällten Entscheiden sind unter vielem anderen über zwanzig Baubewilligungen erteilt worden. Der Themenbereich Wasserversorgung war einer der Schwerpunkte des Jahres 2006. Die Erneuerung der Hauptversorgungsleitung im Abschnitt Steinshof bis Rossweid konnte baulich abgeschlossen werden. Dieser Abschnitt bildet ein Kernstück des Leitungsnetzes und ist zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit von enormer Bedeutung.

Im personellen Bereich ist nach dem Rücktritt von zwei nebenamtlichen Gemeindearbeitern eine neue Teilzeitstelle mit einem Arbeitspensum von 60 % geschaffen und mit dem bisherigen Equippenchef besetzt worden.

Im Herbst ist die Sternenberger Bevölkerung zu Ehren und zum Andenken an das Winterthurer Ehepaar Hanna und Rudolf Bickel, welches der Gemeinde eine grosszügige Erbschaft hinterlassen hat, zu einem Erinnerungsanlass eingeladen worden. Dank dem mobilen Kinoprojekt Roadmovie konnte den Sternenbergern kurz darauf in der neu renovierten Turnhalle des Schulhauses Wies mit dem Schweizer Film Bankomatt von Willi Herman, mit Bruno Ganz in der Hauptrolle, eine Kinovorführung im eigenen Dorf angeboten werden. Im Vorprogramm präsentierte Memoriav Ausschnitte aus Filmwochenschauen vergangener Zeiten. Sternenberg ist damals mit der Thematik Korbflechten, Weben und Sticken in Heimarbeit in den nationalen Medien präsent gewesen.

Wenig erfreut ist der Gemeinderat über die im Herbst erfolgte Einführung des ILS-Anfluges auf die Piste 28 und die neue Luftraumstruktur. Beides belastet die Gemeinde neu mit Fluglärm. Als Reaktion darauf unterstützt der Gemeinderat die beiden Behördeninitiativen zur Plafonierung der Flugbewegungen und gegen den weiteren Ausbau des Pistensystems.

Sternenberg, 28.12.2006-rg

S. Rüegg, Gemeindeschreiber