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Gemeinderat Sternenberg 1/ 2006::
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Berichte
Der Gemeinderat Sternenberg informiert
Bauplanung
Das Gesuch einer privaten Grundeigentümerin zur Einzonung ihres Grundstückes veranlasste den Gemeinderat, grundsätzliche und verbindliche Kriterien zu definieren die erfüllt sein müssen, damit derartige Begehren beurteilt und entsprechende Beschlüsse gefasst werden können. Er definierte, dass fragliche Grundstücke an bestehende Kernzonen angrenzen, bereits überbaut und grundsätzlich erschlossen sein müssen. Als überbaut gilt ein Grundstück wenn Bauten wie grosse Schöpfe oder Scheunen bestehen und diese landwirtschaftlich nicht mehr von Bedeutung sind oder nicht mehr ihrem Zweck entsprechend genutzt werden. Als erschlossen gilt ein Grundstück wenn Wasser- und Abwasserleitungen in erreichbarer Nähe sind und das kommunale Netz als Folge der Zonenerweiterung nicht ausgebaut werden muss. Die Zufahrt muss ab einer bestehenden öffentlichen Strasse gewährleistet sein.
Das eingereichte Gesuch für ein Grundstück in der hinteren Rossweid erfüllt diese Anforderungen vollumfänglich und ist mit Einschränkungen vom Gemeinderat bewilligt worden. Die mittlerweile durchgeführte öffentliche Auflage und die Vorprüfung durch die zuständigen Stellen des Kantons sind ebenfalls positiv verlaufen, so dass das Begehren einer nächsten Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden kann.
Ein weiteres Gesuch für ein Grundstück im Gebiet Hinterberg ist zurückgewiesen worden, da das Kriterium der bereits vorhandenen Baute nicht als erfüllt betrachtet werden konnte.
Für die Ueberbauung Hinterberg/Schatzböl liegt seitens der Kaufinteressenten ein privater Gestaltungsplan vor: Dieser sieht die Schaffung eines Baubereiches für die Erstellung eines Gebäudes mit drei bis vier Wohnungen und zusätzlichen Ateliers vor. Dieser Gestaltungsplan liegt im Gemeindehaus Buech bis zum 21.08.2006 öffentlich auf.
Unterstützung der Flughafen-Behördeninitiative
Die Städte bzw. Gemeinden Bülach, Dällikon, Nürensdorf, Opfikon und Winterthur haben eine Behördeninitiative lanciert, welche für den Flughafen Zürich eine Begrenzung auf jährlich 320'000 Flugbewegungen und eine Nachtflugsperre von 8 Stunden verlangt. Der Gemeinderat Sternenberg begrüsst diese Initiative und unterstützt sie. Zur Erhaltung der Wohn- und Lebensqualität im Einzugsgebiet des Flughafens Zürich ist es notwendig, dessen Wachstum zu limitieren um die negativen Auswirkungen wie Lärm- und Schadstoffbelastungen in Grenzen zu halten. Seit der Einführung der neuen Luftraumstrukturen im April 2005 wird das Gemeindegebiet während den gesamten Betriebszeiten des Flughafens Zürich von Flugzeugen überflogen, welche den neuen Ostabflugrouten folgen. Mit der Inbetriebnahme des Instrumentenanflugsystems (ILS) auf die Piste 28 im Herbst 2006, wird Sternenberg zusätzlich von Flugzeugen überflogen, die von Süden her mittels Radar-Vectoring auf den ILS-Anflug 28 geführt werden. Die Ueberflughöhen werden im Raum Sternenberg weniger als 1000 Meter über Grund betragen. Die Gemeinde ist Mitglied der Region Ost und unterstützt die Verteilung der Informationszeitung Nr. 4 des Bürgerprotest Fluglärm Ost, welche in diesen Tagen in alle Haushaltungen gelangt.
Im Weiteren hat der Gemeinderat:
- Das Angebot des mobilen Kinoprojektes "Roadmovie", Sternenberg in den Tourneeplan aufzunehmen, dankend angenommen. Dieses von Bund und Kantonen zur Förderung der Filmkultur in der Schweiz unterstützte Projekt wird voraussichtlich am 1. November 2006 in Sternenberg gastieren und in einer Schülervorstellung sowie in einer öffentlichen Abendvorstellung je einen Schweizerfilm zeigen.
- Sabine Sieber das Patent für den Betrieb des Bistros "alter Steinshof" erteilt. Nach Abschluss der notwendigen Umbauarbeiten soll der Betrieb in der Gaststube und auf der Gartenterrasse in diesem Sommer aufgenommen werden.
- Über die Rücktritte von Peter bzw. Kaspar Lötscher als nebenamtliche Gemeindearbeiter hat der Gemeinderat bereits berichtet. Christoph Stillhart ist nun als deren Nachfolger gewählt und im Stundenlohn angestellt worden. Er wird zur Hauptsache für Strassen- und Wegunterhaltsarbeiten sowie den Winterdienst eingesetzt.
- Für den Ersatz eines Bewirtschaftungsüberganges über den Lochbach, im Bereich Eggweid, einen Kredit von 7'300 Franken bewilligt und die notwendigen Bauarbeiten in Auftrag gegeben. Der betroffene Bewirtschafter beteiligt sich an den Kosten.
- Die Jahresrechnung 2005 des Zivilschutzzweckverbandes Tösstal mit einem Aufwandüberschuss von total knapp 200'000 Franken genehmigt und dem Anteil der Gemeinde Sternenberg von 4'500 Franken zugestimmt.
Sternenberg, 05.07.2006-rg
S. Rüegg, Gemeindeschreiber
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