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Gemeinderat Sternenberg 1/ 2006::
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Berichte
Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Sternenberg
Wasserversorgung und Abwasserreinigung
Für die Erneuerung der Transport- und Versorgungsleitung Dorf Sternenberg, von der Kreuzung Rossweid bis zum Steinshof, ist ein Kredit von 18'000 Franken für die Durchführung des Submissionsverfahrens und der Bauleitung für die dritte und letzte Etappe, vom Sternen bis zum Steinshof, bewilligt worden. Damit kann dieses Projekt, welches im letzten Jahr, zusammen mit den EKZ und dem kantonalen Tiefbauamt, von der Kreuzung Rossweid bis zum Sternen, erfolgreich gestartet worden ist, abgeschlossen werden. Die Arbeiten für die Erdverlegung der Stromleitung durch die EKZ, die Erneuerung der Fahrbahn, inklusive Beleuchtung, durch das kantonale Tiefbauamt sowie die Erneuerung der Wasserleitung, inklusive Hauszuleitungen, durch die kommunale Wasserversorgung konnten ideal kombiniert und koordiniert werden. Nebst Kosteneinsparungen für alle Beteiligten konnten so auch die Immissionen und Behinderungen für die betroffenen Anwohner minimiert werden.
Der Kanton verzichtet im Rahmen seiner Sparmassnahmen auf die Kontrolle der Wasserqualität in Kläranlagenabflüssen; neu sind dazu die Anlagenbetreiber verpflichtet. Die Gemeinde Sternenberg ist mit der Kleinkläranlage Vordertobel von dieser Massnahme betroffen. Damit die genügende Reinigungsleistung der Anlage auch inskünftig überprüft und die Erfüllung der Anforderungen an die Abflussqualität gewährleistet werden kann, hat der Gemeinderat mit der Anlagenlieferantin, der Mecana Umwelttechnik AG, einen Inspektionsvertrag abgeschlossen. Die jährlich wiederkehrenden Kosten von 400 Franken gehen zu Lasten der Werksrechnung und belasten somit den Abwassertarif.
Bauwesen
Werner Kläui ist die Bewilligung zur Erstellung eines offenen Autounterstandes beim Wohnhaus in der Lachenweid erteilt worden. Einem anderen Bauherrn ist nachträglich eine Baubewilligung für den bereits erstellten Holzschopf erteilt und gleichzeitig eine Busse in Folge bauen ohne Bewilligung auferlegt worden. Drei weitere Bauherren sind unter Fristansetzung zur Einreichung eines Baugesuches aufgefordert worden.
Öffentlicher Verkehr
Die zur Hauptsache für Holztransporte benutzte Freiverladstelle in Bauma wird von der SBB Cargo AG weiterhin betrieben. Bei Bedarf und auf Nachfrage soll diese Verladestelle bis zu drei Mal wöchentlich bedient werden. Die SBB Cargo AG ist vor Allem wegen der geographischen Lage von Bauma und dem ganzen oberen Tösstal vom ursprünglichen Schliessungsentscheid abgekommen, nachdem Vertreter der Forstwirtschaft und politischer Behörden, inklusive dem Gemeinderat Sternenberg, bei der SBB Cargo AG insistiert hatten. Bei der Bekanntgabe des Entscheides betonte der Vertreter der SBB Cargo allerdings, dass alleine aus wirtschaftlichen Überlegungen aus Sicht der SBB Cargo am Schliessungsentscheid festgehalten werden müsste. Der Gemeinderat nimmt den Entscheid zu Gunsten der Freiverladestelle Bauma erfreut zur Kenntnis.
Weniger Erfolg hatte ein Anliegen des Gemeinderates beim Zürcher Verkehrsverbund: Diesem ist beantragt worden, Sternenberg mit allen Postautohaltestellen der Zone 72 zuzuteilen. Damit würde Sternenberg der gleichen Zone angehören wie Bauma. Der ZVV begründet seine Ablehnung damit, dass die Postautolinie Bauma-Sternenberg lediglich einen Kostendeckungsgrad von 12,4 % erreicht und deshalb keine Massnahmen getroffen werden können, welche den Ertrag noch weiter schmälern würden. Auf die Ticketpreise für Fahrten zwischen Bauma und Sternenberg ist dieser Entscheid allerdings nicht von Bedeutung; die billigsten Einzeltickets berechtigen zu Fahrten innerhalb von 1 bis 2 Zonen.
Finanzielles
- Der im Sommer 2004 verstorbene Sternenberger Bürger Heinrich Robert Rupper hat seiner Heimatgemeinde testamentarisch ein Legat von 100'000 Franken zu kommen lassen. Diese unerwartete Zuwendung hat den Gemeinderat ebenso überrascht wie erfreut. Für dieses Barlegat ist innerhalb der Gemeinderechnung unter der Bezeichnung "Heinrich-Robert-Rupper-Legat" eine Sonderrechnung eröffnet worden. Die Gelder werden zur Finanzierung ausserordentlicher Ausgaben von allgemeinem Interesse eingesetzt. Nach dem Willen des Verstorbenen können sowohl die Zinsen als auch das Kapital verwendet werden. Der für das Legat vorgesehene Verwendungszweck ist so offen formuliert, dass der Gemeinderat, auf Antrag der Schulpflege, eine Defizitgarantie von 22'500 Franken für das erste Schuljahr des Tagesschulversuches sprechen konnte, der ab 2006/07 im Schulhaus Wies geplant ist und über dessen Start die Gemeindeversammlung vom 31. März 2006 entscheiden wird.
- Die Besoldungen und Entschädigungen für Behörden, Nebenamtliche und Verwaltungspersonal bleiben gegenüber 2005 unverändert. Gestützt auf den gleich lautenden Entscheid des Regierungsrates verzichtet auch der Gemeinderat auf den Ausgleich der aufgelaufenen Teuerung von 0,9 %.
- Die vom Gemeinderat verabschiedete Steuerabrechnung 2005 zeigt, dass der budgetierte, 100 %-ige Steuerertrag von 485'000 Franken, mit einem effektiven Ertrag von 486'900 Franken, sehr genau erreicht worden ist.
- Für Wasser- und Abwasseranschlüsse sind auf Grund erfolgter Bautätigkeiten insgesamt 2'800 Franken Einkaufsgebühren zu Lasten der Liegenschafteneigentümer veranlagt worden.
Sternenberg, 16.02.2006-rg
S. Rüegg, Gemeindeschreiber
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