::Verhandlungsbericht Gemeinderat Sternenberg 3 / 2003::

> Sie sind hier: Home > Berichte

Ersatzwahl für das Schulpflegepräsidium
Peter Laib, Bogenhaus, hat um einen vorzeitigen Rücktritt aus seinem Amt als Präsident der Schulpflege Sternenberg ersucht. Der Bezirksrat hat diesem Ansinnen statt gegeben und den Rücktritt per Amtsantritt der Nachfolge bewilligt. In der mittlerweile erfolgten Ersatzwahl für den Rest der Amtsdauer 2002 - 2006 konnte Peter Odermatt, Steinshof, als Nachfolger im Stillen Wahlverfahren gewählt werden - er wird sein Amt Mitte Mai antreten.

Jahresrechnung 2002
Die Jahresrechnung 2002 der Politischen Gemeinde schliesst bei Aufwändungen von CHF 2'636'100.-- und Erträgen von CHF 2'581'000.-- mit einem Aufwandüberschuss von CHF 55'100.-- zu Lasten des Eigenkapitals ab. Insgesamt konnten die Vorgaben des Budgets eingehalten werden. Auf der Ertragsseite fällt auf, dass insgesamt CHF 65'000.-- mehr Steuereinnahmen erzielt worden sind als budgetiert; vor Allem Nachzahlungen für frühere Jahre aber auch Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern liegen markant über den Erwartungen. Einsparungen von über CHF 22'000.-- resultierten im Winterdienst; das frühe Winterende 2001/02 bzw. der späte Winterbeginn 2002/03 haben dazu geführt. Für die Wasserversorgung mussten für den Rechnungsausgleich CHF 34'500.-- aus der Spezialfinanzierung entnommen werden, in der Abwasserentsorgung sogar CHF 47'000.--; die verrechneten Gebühren sind nicht kostendeckend.
Vom provisorisch zugesicherten Steuerfussausgleich von 594'800.--- für die Politische Gemeinde Sternenberg inklusive Schulgemeinde mussten lediglich CHF 5'600.-- beansprucht werden; CHF 589'200.-- sind ins Folgejahr 2003 übertragen worden. Der erzielte Buchgewinn von CHF 252'000.-- aus dem Verkauf der Liegenschaft Kohltobel hat hier konkrete Auswirkungen.

Gewässerunterhalt
Am weit verzweigten und umfangreichen Gewässernetz der Gemeinde Sternenberg stehen noch etliche Schadensbehebungen und Verbesserungen hinsichtlich Hochwasserschutz an; die vorhandenen Schäden und Mängel sind zu einem bedeutenden Teil auf das niederschlagsreiche Frühjahr 1999 und die Frühsommergewitter im Jahr 2000 zurück zu führen. Der Hochwasserschutz im bewohnten oder landwirtschaftlich genutzten Gebieten ist nicht mehr in jedem Fall gewährleistet.
Nach den Bestimmungen des kantonalen Wasserwirtschaftsgesetzes sind die Gemeinden zur Ausführung von Hochwasserschutzmassnahmen verpflichtet. Dem gegenüber stehen die Grundsätze des Bachkonzeptes der Gemeinde Sternenberg aus dem Jahr 1992. Danach sollen präventive Bachverbauungen nur ausgeführt werden, wenn von einer unmittelbaren Gefährdung von Mensch und/oder Tier ausgegangen werden muss. Notwendige Verbauungen sind zudem punktuell zu beschränken und möglichst naturnah zu gestalten. Die Vorgaben des kommunalen Bachkonzeptes sind den Bestimmungen des Wasserwirtschaftsgesetzes allerdings unterzuordnen.
Mit der Wiederinstandstellung der vorhandenen Schäden sowie mit der Realisierung von lokal beschränkten, präventiven Hochwasserschutzmassnahmen sollten weiter gehende Schäden an Ufer- und Böschungssicherungen kostengünstiger vermieden werden können, als wenn damit zugewartet würde, bis ein Schadenereignis eintritt. Solche müssten im Eintreffensfall als Sofortmassnahme behoben werden, was in der Regel deutlich höhere Kosten verursacht.
Dem Gemeinderat liegt ein Zustandsbericht über die öffentlichen Gewässer vor. Im gesamten Gewässernetz der Gemeinde Sternenberg ist demnach die Behebung von Schäden an den Bachläufen des Buegg-, Lätten-, Buechwald-, Gof-, Oberwald-, Haselweid-, Loch- und Gubelweidbaches in der Grössenordnung von CHF 399'000.-- ausstehend. Diese Schäden sollen in den kommenden Jahren behoben werden. Die zuständige Abteilung für Gewässerunterhalt des AWEL hat an die erwarteten Kosten einen Staatsbeitrag von 10 % zugesichert, so dass der Gemeindeversammlung im Juni 2003 ein Antrag zur Gewährung eines Nettokredites von CHF 359'100.-- gestellt werden kann.

Aufhebung des Zivilstandsamtes Sternenberg
Mit der Umsetzung der neuen Zivilstandsverordnung und der bevorstehenden Einführung der Informatiklösung "Infostar" auf eidgenössischer Ebene können Aemter in der Grösse von Sternenberg nicht mehr eigenständig geführt werden. Der Regierungsrat hat der Bildung eines Zivilstandskreises Bauma mit den Gemeinden Bäretswil, Fischenthal, Sternenberg, Wila und der Sitzgemeinde Bauma zugestimmt. Für Sternenberg tritt dieser Zusammenarbeitsvertrag am 1. Juni 2003 in Kraft. Ab diesem Datum kann man sich für alle zivilstandsamtlichen Angelegenheiten, inklusive Trauungen, mit dem Zivilstandsamt in Bauma in Verbindung setzen.
Von diesem Zusammenschluss nicht betroffen ist das Bestattungsamt. Ansprechpartner in Todesfällen ist weiterhin die eigene Gemeindeverwaltung, welche auch inskünftig für die Organisation von Bestattungen und Kremationen zuständig ist.

Wanderwege und Brätliplätze
Das Angebot an Wanderwegen und Feuerstellen wird erweitert. Auf Initiative des Verkehrsvereines wird für die Brätlisaison 2003 eine zusätzliche Feuerstelle in der Haberrüti eingerichtet und so das bisherige Angebot der Brätliplätze in der Rietwies, Sternsberg und Hungersbüel ergänzt. Zur Erschliessung des neuen Brätliplatzes auf der Haberrüti werden auf Kosten der Gemeinde zwei Zugangswege ab dem bestehenden Maschinenweg erstellt.
Der bestehende Wanderweg zum kommunalen Aussichtspunkt Schatzböl wird für rund CHF 1'700.-- saniert und teilweise neu angelegt, so dass er ab der Gemeindestrasse im Bereich Steinshof bis zu den drei neuen "Zürcher-Oberländer"-Jubiläums-Sitzbänken auf dem Schatzböl durchgehend gut markiert und begehbar ist.

Oeffentlicher Verkehr, Postauto
Für die Fahrplanperiode 2005/06, beginnend ab Dezember 2004, laufen gegenwärtig die Fahrplanverfahren und es können Begehren gestellt und angemeldet werden. Der Gemeinderat möchte das Postautoangebot in der Gemeinde verbessern und ausbauen. Dem PostAuto Regionalzentrum Zürich wird beantragt, die Abfahrten nach Bauma neu so fest zu legen, dass die Anschlüsse an den VZO-Bus nach Wetzikon gewährleistet sind. Ebenfalls neu sollen alle Kurse bis zur Haltestelle "Gfell" geführt und dort gewendet werden. An Stelle der zweiten Anfahrt der Haltestelle "Post/Sternen" - welche bisher nötig war um abgehende Post mit zu nehmen - soll neu eine zusätzlich Haltestelle beim Gemeindehaus "Buech" angefahren werden. Der Entscheid zu diesem Begehren bleibt dem PostAuto Regionalzentrum Zürich vorbehalten und ist derzeit noch offen.

Im Weiteren hat der Gemeinderat:

  • Hans Preisig die Bewilligung für den Einbau von 2 Angestelltenzimmern und die Erstellung von Kunden- und Besucherparkplätzen in der Rietwies erteilt.
  • Roland Waldvogel Projektänderungen (Dachaufbauten, zusätzliche Fensterflächen) am Neubau Felsenegg bewilligt.
  • Die Bewilligung für Dreharbeiten zu einem Schweizer-Fernsehfilm erteilt. Ein grosser Teil der Dreharbeiten finden im Gasthof "Sternen" und im ehemaligen Schulhaus Kohlwies statt. Die Tagespresse hat bereits ausführlich über den Filminhalt berichtet.
  • Eine Hundehalterin wegen mangelnder Aufsicht über ihren Hund gebüsst, nach dem dieser ein Person gebissen hat.
  • Die Uebernahme, der auf Gemeindegebiet Sternenberg gelegenen, in der Melioration Wila neu erstellten Wege und Anlagen, zum Unterhalt, abgelehnt.


Sternenberg, 29.04.2003-rg
S. Rüegg, Gemeindeschreiber