| ::Verhandlungsbericht
Gemeinderat Sternenberg 12/ 2003::
>
Sie sind hier: Home >
Berichte
Werksgebühren
Die Bereiche Abfallentsorgung, Wasserver- und Abwasserentsorgung müssen
nach den geltenden Gesetzen und Verordnungen über die entsprechenden
Gebühreneinnahmen finanziert werden. Die Kosten für die Kehrichtsammeltour,
die Abfallverbrennung und die angebotenen Separatsammlungen für Wertstoffe
können mit den geltenden Abfallgebühren gedeckt werden, so dass
diese für 2004 unverändert beibehalten werden. Das selbe gilt
für die Wasserversorgung und den Frischwassertarif welcher für
2004 ebenfalls unverändert beibehalten wird. Mit Blick auf die kommenden,
grossen Investitionen für die Erneuerung der Wasserversorgung können
die Kosten mit den geltenden Tarifen in Zukunft allerdings nicht mehr
gedeckt werden. Die Aufwändungen für die Ableitung und Reinigung
des Abwassers können mit den gegenwärtig eingenommenen Gebühren
nicht gedeckt werden, so dass diese ab nächstem Jahr angehoben werden
müssen: Der Zuschlag zum Frischwasser ist auf 200 % festgesetzt worden.
Für ein Kubikmeter Abwasser werden neu CHF 6.40 verrechnet; die Grundgebühr
beträgt 340 Franken. Zur vollständigen Deckung der Kosten hätte
der Zuschlag auf 280 % festgesetzt werden müssen. Die hohen Kosten
sind vor Allem auf die getätigten Investitionen im Abwasserpumpwerk
Zelg und die Verlängerung der Abwasserleitung im Kohltobel zurückzuführen,
welche hohe Abschreibungen und Kapitalkosten verursachen. Ein weiterer
grosser Kostenpunkt sind auch die laufenden Untersuchungen des Kanalnetzes
und die daraus erwarteten Sanierungen von Fremdwassereintritten. Letzteres
ist von der kantonalen Baudirektion per Verfügung von sämtlichen
Tösstaler Gemeinden verlangt worden, welche ihr Abwasser der Reinigungsanlage
Hard, Winterthur, zuführen. Generell gilt für Sternenberg, dass
mit weitverzweigten, aufwändigen und entsprechend kostenintensiven
Leitungsnetzen vergleichsweise wenig Haushaltungen versorgt werden. Im
Bewusstsein, dass die Wasser- und Abwassergebühren hoch sind und
kurzfristig nicht mehr weiter angehoben werden sollten, sucht der Gemeinderat
nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten.
Strassen
Damit in unserem Versorgungsgebiet eine unterbrechungsfreie Stromversorgung
besser gewährleistet werden kann, ersetzen die Elekrizitätswerke
des Kantons Zürich kontinuierlich Freileitungen durch erdverlegte
Kabel. Damit verschwinden aber auch Leitungsmasten als Träger für
die Strassenbeleuchtung. In den Gebieten Kohlwies, Sternen und Lindenhof
müssen deshalb neue Kandelaber gesetzt werden; auf Grund der Budgetkürzungen
seitens des Kantons können allerdings nicht alle bestehenden Leuchten
ersetzt werden. Im Lindenhof ist der Ersatz der Leuchte grundsätzlich
Sache des kantonalen Tiefbauamtes, welches aber mitgeteilt hat, dass auf
einen Ersatz verzichtet wird. Der Gemeinderat möchte an dieser unübersichtlichen
Stelle an einer Leuchte festhalten und offerierte dem Tiefbauamt eine
Kostenbeteiligung. Derzeit ist noch nicht klar, ob die Leuchte ersetzt
wird oder nicht.
Tourismus und Verkehr
Der Verkehrsverein Sternenberg beabsichtigt, ausgehend von der Postautohaltestelle
beim Kirchenparkplatz, insgesamt fünf Rundwanderwege einzurichten.
An den, für die Beschilderung und die bauliche Komplettierung dieser
Wege, kalkulierten Kosten von 2600 Franken, beteiligt sich die Gemeinde
mit 1600 Franken.
Im Zürcher Verkehrsverbund sind ab 2005 Tarifanpassungen geplant.
Im Vernehmlassungsverfahren unterstützt der Gemeinderat die beabsichtigten
Anpassungen weitgehend. Er weist aber darauf hin, dass die bereits jetzt
relativ teuren Einzelbillette für eine oder zwei Zonen auf dem heutigen
Stand belassen werden sollten. Für Sternenberg beantragt der Gemeinderat,
dass das gesamte Gemeindegebiet neu der Zone 72 zugeteilt werden soll.
Damit würde für die Fahrt von und nach Bauma neu ein Einzonenbillett
genügen.
Verwaltung
Als Nachfolgerin der langjährigen Verwaltungsangestellten Karin Wagner
ist neu Gertrud Kälin in der Gemeindeverwaltung tätig. Sie ist
für die Bereiche Einwohnerkontrolle und Militärsektion, das
Sozialamt mit dem Vormundschafts- und Fürsorgewesen, der AHV-Zweigstelle
und der Durchführungsstelle für Zusatzleistungen, die Lohnbuchhaltung
und die Gebührenfakturierung sowie die Belange des Gesundheitswesens
verantwortlich.
Zivilschutz
Im Sommer haben sich die Gemeinderäte der Tösstaler Gemeinden
Bauma, Sternenberg, Turbenthal, Wila, Wildberg und Zell für die Bildung
einer gemeinsamen Zivilschutzorganisation ausgesprochen. Ein Zusammenschluss
wird notwendig, weil die einzelnen Gemeinden nicht mehr in der Lage sind,
den Bereich Zivilschutz im Rahmen des neuen Bevölkerungsschutzes
des Bundes alleine sicherzustellen. Ursprünglich war vorgesehen,
auf den 1. Januar 2004 einen Zivilschutzzweckverband Tösstal zu gründen.
Die Zweckverbandsvereinbarungen konnten jedoch nicht so aufbereitet werden,
dass sie an den Budgetgemeindeversammlungen hätten genehmigt werden
können. Die Inkraftsetzung ist neu auf den 1. Januar 2005 vorgesehen.
Die operative Umsetzung soll bereits auf den 1. Januar 2004 erfolgen.
Die Zivilschutzorganisationen Bauma-Sternenberg und Zell werden vorübergehend
in den bestehenden Sicherheitszweckverband, Abteilung Zivilschutz, der
Gemeinden Turbenthal, Wila und Wildberg integriert. Der Gemeinderat Sternenberg
hat einer entsprechenden Uebergangsregelung für das Jahr 2004 zugestimmt
und das Budget auf die neuen Strukturen ausgerichtet. Grundsätzlich
wird angestrebt, alle Übergangslösungen so zu gestalten, dass
diese in gleicher Form in die künftige, definitive Organisation übernommen
werden können.
Die bestehende Ortsleitung der Zivilschutzorganisation Bauma-Sternenberg
und die Zivilschutzkommission werden bis zur Gründung des Zweckverbandes
sistiert. Ueli Erb, Wila, übt die Funktion des Chefs der Zivilschutzorganisation
Tösstal aus.
Baubewilligungen wurden erteilt an
- Irma Frei, für den Einbau einer Garage im Wohnhaus mit Scheune,
im Gerster
- Hansruedi Spörri, für die Erstellung eines offenen Rinderunterstandes
im Gerster und für den Bau eines Jauchetroges in der Bruechegg
- Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, für den Einbau
einer Trafostation im Feuerwehrgerätelokal Kohlwies, an Stelle
der dortigen Masttrafoanlage
- Martin Sönnichsen, für den Wiederaufbau einer forstwirtschaftlich
bedingten Waldscheune im Aeberliswald
- Heidi Iseli, für den Neubau einer landwirtschaftlichen Wagenremise
im Höchstock
- Doris und Renato Bosshard, für den Neubau eines Einfamilienhauses
im Hinterberg, an Stelle des bestehenden Schopfes
Im Weiteren hat der Gemeinderat
- Die diesbezügliche Regelung des Kantons übernommen und die
Entschädigungsansätze für 2004 unverändert beibehalten,
ohne diese der ohnehin marginalen Teuerung anzupassen.
- Einer Hundehalterin einen Verweis erteilt, weil diese ihr Tier ungenügend
beaufsichtigt hat.
Sternenberg, 30.12.2003-rg
S. Rüegg, Gemeindeschreiber
|