| ::LEGISLATURZIELE 2006 - 2010 DES GEMEINDERATES STERNENBERG
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Präambel zu den Legislaturzielen des Gemeinderates Der Gemeinderat will sich für Sternenberg und dessen weitere Existenz als eigenständige Gemeinde einsetzen und gibt sich für die Legislaturperiode 2006 - 2010 die nachfolgend definierten Ziele. Diese Ziele sollen dem Gemeinderat für dessen politische Arbeit Richt- und Leitlinie sein und der allgemeinen Orientierung dienen. Im Detail sind die Wege zu den gesetzten Zielen bzw. die Lösung der anstehenden Aufgaben noch detailiert zu definieren. Die vorhandene, weit gehend intakte Natur ist ein starkes Argument für Sternenberg als Wohn- und Ausflugsort aber auch als Naherholungsgebiet. Die Natur soll in ihrem Zustand erhalten bleiben. Dies verlangt eine massvolle Entwicklung von Sternenberg mit begrenztem Wachstum. Sternenberg soll als "Grüne Oase" erhalten bleiben. Entwicklungsziele für die Gemeinde Sternenberg In Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde, den Vereinen allgemein und dem Verkehrsverein im Speziellen, den EinwohnerInnen und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Naturschutzes, soll ab dem Jahr 2007 eine Zukunftswerkstatt unter der Leitung eines externen Moderators ins Leben gerufen werden. Diese Zukunftswerkstatt soll aufzeigen, in welche Richtung sich die Gemeinde Sternenberg künftig entwickeln soll. Es soll eine über alle Generationen durchmische Bevölkerungsstruktur angestrebt werden. Die im Zusammenhang mit der Festsetzung der Bau- und Zonenordnung vorhandene Entwicklungsplanung aus dem Jahr 1992, welche für Sternenberg ein Einwohnerwachstum bis ca. 450 Einwohnern zum Ziel hatte, wird aus heutiger Sicht als unrealistisch eingestuft. Bautätigkeit, Wohnraum für Neuzuzüger und Gewerbebauten Die Überbauung der gemeindeeigenen Parzelle "Hinterberg/Schätzböl" soll vorangetrieben werden. Die Nutzung von inneren Reserven bestehender, privater Bauten als Wohnraum soll gefördert werden. Vorhaben für Gewerbebauten sollen grundsätzlich unterstützt werden, damit Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden können. Eine generelle Überarbeitung der Bau- und Zonenordnung wird soll im Rahmen der Zukunftswerkstatt überprüft werden. Infrastrukturen für Sport und Kultur Der Fortbestand der Skiliftanlage soll unterstützt werden. In Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde sollen die Möglichkeiten zur Einrichtung von Freizeiteinrichtungen für Kinder geprüft und bei Bedarf umgesetzt werden. Verkehr Für die einheimische Bevölkerung wie auch für Tagesausflügler soll die Erschliessung von Sternenberg mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbessert werden. Dazu soll über die regionalen Strukturen wie den Verkehrsverband Zürcher Oberland/ VVZO, die Vereinigung Pro Zürcher Berggebiet/PZB, die Planungsregion Zürcher Oberland/PZO und die Tourismusregion Zürcher Oberland/TRZO, die Möglichkeiten zur Einführung des Systems "Rufbus/PubliCar" geprüft und vorangetrieben werden. An Ausflugstagen mit grossem Besucherandrang ist der ruhende Verkehr ein Problem, das mitunter die Verkehrssicherheit tangiert. Mit einem Konzept, welches zusätzliche Parkplätze anbietet, soll dies mittelfristig gelöst werden. Alter / Jugend Für eine gezielte Altersarbeit ist ein Konzept auszuarbeiten. Die diesbezüglichen Aktivitäten des Frauenvereins, der Kirche und der Ortssektion der Pro Senectute sind zu koordinieren. Das Jugendpolitische Konzept der mittleren Tösstalgemeinden soll umgesetzt und laufend überprüft werden. Ortsansässigen Familien mit Kindern sollen attraktive Infrastrukturen angeboten werden. Vereine / Genossenschaften Die Aktivitäten des Frauenvereines sollen unterstützt und vor allem hinsichtlich Altersarbeit mit den Vorhaben des Gemeinderates koordiniert werden. Der Kontakt zum Verkehrsverein soll zwecks Koordination der Aktivitäten mit regelmässigen gemeinsamen Sitzungen beibehalten werden. Die Zusammenarbeit mit den Vereinen ist generell zu pflegen. Zur Koordination aller Anlässe und Veranstaltungen ist ein gemeinsamer Veranstaltungskalender zu führen, der durch die Gemeindeverwaltung bearbeitet und publik gemacht wird. Die Einsitznahme des Gemeinderates im Genossenschaftsvorstand der STEWOG und das Engagement der politischen Gemeinde als Genossenschafterin ist kritisch zu hinterfragen und zu überprüfen. Die fällige Revision der STEWOG-Statuten soll vorangetrieben werden; die Vertretung des Gemeinderates im Vorstand soll dabei fallen gelassen werden. Finanzen Keine Visionen / Illusionen: Die Budgets werden sich auch inskünftig nach den Vorgaben des Finanzhaushaltgesetzes richten; es ist nicht damit zu rechnen, dass sich Sternenberg vom Steuerfussausgleich lösen kann. Mit den in Fonds und Legaten vorhandenen Geldern ist sorgfältig umzugehen; diese sind möglichst massvoll und nachhaltig einzusetzen. Die Infrastrukturkosten (Wasser-, Abwassertarife, etc.) sind nach oben so zu limitieren, dass die Attraktivität von Sternenberg als Wohnort nicht in Frage gestellt wird. Landschaft / Umweltschutz Das Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) ist im Rahmen der Erkenntnisse aus der Zukunftswerkstatt massvoll umzusetzen. Dem laufenden Unterhalt der Gewässer (Bachputzeten / Altholz entfernen, Uferbäume fällen) ist weiterhin die notwendige Beachtung zu schenken. Die Land- und Waldbesitzer bzw. Bewirtschafter sollen wenn immer möglich mit einbezogen werden. Tourismus Damit die Natur einer breiten Bevölkerungsschicht näher gebracht werden kann, soll ein "Tobelweg" oder eine Alternative dazu erstellt werden. Dieser ist in einem Bachtobel so anzulegen, dass das Zusammenspiel Geologie - Gewässer - Wald ersichtlich und erlebbar wird. Dieses Vorhaben soll in das Landschaftsentwicklungskonzept, LEK, einbezogen und mit den Aktivitäten des Verkehrsvereines koordiniert werden. Die Aktivitäten der Organisation "Sunneland Oberland" sollen verhalten unterstützt werden, sofern sie diejenigen der Tourismusregion Zürcher Oberland/TRZO nicht konkurrenzieren. Auf einen Vereinsbeitritt soll vorerst verzichtet werden. Behörden / Gemeindeorganisation Der Gedanken- und Informationsaustausch innerhalb der einzelnen Behörden, schwergewichtig mit der Schulpflege, soll gepflegt werden. Bei Bedarf sollen die Behörden zu gemeinsamen Treffen eingeladen werden. Die Bildung einer Einheitsgemeinde zusammen mit der Schulgemeinde wird nicht angestrebt. Im Rahmen der Zukunftswerkstatt sollen geeignetere Lösungen zur Sicherung des Schulstandortes Sternenberg gesucht werden. Sternenberg soll weiterhin als politisch eigenständige Gemeinde existieren. Für einzelne Verwaltungsbereiche sind Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit benachbarten Gemeinden und kantonalen Stellen - soweit sinnvoll und wünschenswert - zu prüfen und gegebenenfalls zu realisieren. Kommunikation/PR Für die Kommunikation zwischen Gemeinderat und Einwohnerschaft soll ein Konzept zur Oeffentlichkeitsarbeit erstellt werden. Die Gemeinde betreibt eine aktuelle und informative Internetseite. Zur Verbesserung der Kontakte des Gemeinderates zur Bevölkerung und umgekehrt soll die Einführung und Institutionalisierung einer regelmässigen Gemeindepräsidenten-Sprechstunde geprüft werden. Für die Abgabe an Neuzuzüger soll eine Dokumentation erstellt werden, welche einen Überblick über die Gemeinde und ihre Institutionen erlaubt.
Gemeinderat Sternenberg, 19.07.2006-rg |